FÜR FREERIDER UND TOURENGEHER
Unberührte Tiefschneehänge, das Fahren abseits der Pisten – einfach traumhaft.
Damit dieser Traum nicht zum Albtraum wird, ist neben dem Können auch ein hohes Maß an
Verantwortungsbewusstsein notwendig. Wenn ihr markierte Pisten verlasst, bewegt ihr euch
im "alpinen Gelände". Hier ist jeder für seine Sicherheit selbst verantwortlich!
(Eigenverantwortlichkeit).
Es ist wichtig, die Verhaltensregeln beim Skifahren abseits der gesicherten Pisten zu kennen
und einzuhalten. Insbesondere das Lawinenrisiko ist zu beachten. Befahrt keine gesperrten
Hänge und Abfahrten! Die Sperren werden nicht aus Böswilligkeit ausgesprochen. Sie sollen
euch vor Schaden bewahren. Wenn ihr euch nicht an die Absperrungen haltet, riskiert ihr
euer Leben oder zumindest haftet ihr für Schäden, die euer undiszipliniertes Verhalten verursacht.
Den Anordnungen der Verantwortlichen ist unbedingt Folge zu leisten! Alle Entscheidungen werden
zu eurer Sicherheit verfügt!
Zur Ausrüstung eines Freeriders gehören ein LVS-Gerät („Lawinenpieps“), eine Lawinensonde sowie eine
Lawinenschaufel, um im Fall des Verschüttens durch einen Lawinenabgang schnelle Hilfe leisten zu können.
Zusätzlich gibt es auch so genannte Airbag-Rucksäcke. Bei einem Lawinenabgang zieht der Freerider an einer
Reißleine am Schultergurt und mit Hilfe einer Pressluftpatrone werden Luftkissen am Rucksack aufgeblasen,
die ein Verschütten in der Lawine verhindern sollen, indem der Gestürzte oberhalb der Schneemassen bleibt
und sozusagen mit der Lawine „schwimmt“. Helm und Rückenprotektoren sollen sowieso eine Selbstverständlichkeit sein!

Es gibt fünf Lawinen-Gefahrenstufen. Was sie bedeuten
und was es zu beachten gilt, das erfahrt ihr hier:
Gefahrenstufe 1: Gering
Schneedeckenstabilität: Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil.
Lawinen-Auslösewahrscheinlichkeit: Eine Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer
Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan
sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich.
Auswirkungen für Skitouristen: Allgemein sichere Tourenverhältnisse.
Gefahrenstufe 2: Mäßig
Schneedeckenstabilität: Die Schneedecke ist an einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, sonst allgemein gut verfestigt.
Lawinen-Auslösewahrscheinlichkeit: Eine Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer
Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten.
Auswirkungen für Skitouristen: Unter Berücksichtigung lokaler Gefahrenstellen günstige Tourenverhältnisse.
Gefahrenstufe 3: Erheblich
Schneedeckenstabilität: Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt.
Lawinen-Auslösewahrscheinlichkeit: Eine Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung
vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt
aber auch große Lawinen möglich.
Auswirkungen für Skitouristen: Skitouren erfordern lawinenkundliches Beurteilungsvermögen; Tourenmöglichkeiten eingeschränkt.
Gefahrenstufe 4: Groß
Schneedeckenstabilität: Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt.
Lawinen-Auslösewahrscheinlichkeit: Auslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen
Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten.
Auswirkungen für Skitouristen: Skitouren erfordern großes lawinenkundliches Beurteilungsvermögen. Tourenmöglichkeiten stark eingeschränkt.
Gefahrenstufe 5: Sehr groß
Schneedeckenstabilität: Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil.
Lawinen-Auslösewahrscheinlichkeit: Spontan sind viele große Lawinen auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten.
Auswirkungen für Skitouristen: Skitouren und Variantenfahrten sind allgemein nicht möglich.